Zu Gast bei Norbert Schmitz

Erinnerungsträchtige Ankunft in der alten Heimat. Ich rolle in Walsum ein, hier ist meine Mutter aufgewachsen. Gleich neben ihrem Elternhaus, das heute noch unverändert ausschaut, wohnt mein alter Lehrjahrskollege Norbert Schmitz. Er und seine Frau Juliane gewähren dem Emscherreisenden eine warmherzige Unterkunft. Ich rufe sofort mein altes Mütterlein an: “Rate mal, wo ich heute Nacht schlafen werde.” Sie freut sich sehr. Am nächsten Morgen beim Frühstück sind zwei Schmitz-Kinder dabei, Bianka und Tobias, so dass ich nun einige Schmitzens kennengelernt habe und bestätigen kann, die Schmitzens sind echte Emschermenschen: fröhlich, gastfreundlich und kommunikativ.

Und nun gehts los auf die Suche nach der so genannten Kleinen Emscher sowie Spuren unserer gemeinsamen beruflichen Vergangenheit. Norbert kennt sich bestens aus und schenkt mir daher eine perfekte Führung. Als wir die Kleine Emscher passieren, kann ich den Grad ihrer Renaturierung bestens an der Anzahl der Fauna ermessen. Beim Kleingartenverein Schwelgernpark (neben den höchsten Hochöfen Europas) hat Norbert die Idee, den gemeinsamen Lehrjahrskollen Wolle zu überraschen. Aber leider ist er gerade heute nicht da. Natürlich erradeln wir uns weite Teile des Thyssen-Krupp-Areals. Räumlich nah damit verbunden ist eine Aufbereitungsanlage für Emscherschlamm. Auch wie man zum Ende der Kleinen Emscher kommt, weiß mein Emscherführer genau. Natürlich lassen wir den weltberühmten Schimanski-Tunnel nicht aus und sehen fotografisch interessante Passagen industrieller Vegetation. Als wir nach einigen aufregenden Fahrradstunden quer durch Duisburg wieder zurückkehren, beglückt uns Norberts liebe Frau Juliane mit wunderbarsten Kartoffelpuffern. So schön kann es an der Emscher sein!


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